Die Unterrichtsentwicklung stellt eine wesentliche Aufgabe jeder Schule dar. Sie geschieht durch jede Lehrkraft in jedem Unterrichtsfach. Darüber hinaus gibt es übergeordnete fachübergreifende bzw. schulinterne Unterrichtsentwicklungsprozesse.

Der Unterricht unterliegt, ähnlich der gesellschaftlichen Entwicklung, einem stetigen Wandel. Dies hat sich besonders während der Corona-Pandemie gezeigt. Unterricht, der seit jeher von dem direkten Kontakt zwischen Lehrkraft und Klasse geprägt wurde, musste plötzlich über Distanzlernen funktionieren. Hier brauchte es völlig neue Ideen, Konzepte und technische Hilfsmittel, die für alle Beteiligten Neuland darstellen. Neben allen Herausforderungen in der Zeit des Fern- oder Hybridunterrichts bringen die Erfahrungen dieser Zeit spürbar positive Effekte auf das Lernen der nächsten Jahre mit sich.

Die zahlreichen Bereiche der Unterrichtsentwicklung erfordern eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung im Kollegium über verschiedene Kommunikationswege – z.B. Fachleitungen, Fachschaften und Jahrgangsteams. So werden schulische Schwerpunkte verlässlich in den Unterricht integriert, indem die Erarbeitung schulinterner Fachcurricula aus den Hamburger Bildungsplänen organisiert wird. So ermöglichen Vergleichsarbeiten innerhalb eines Jahrgangs einerseits die systematische Auswertung von Leistungsergebnissen und sichern andererseits die Unterrichtsqualität. Ansatzpunkte für Entwicklungschancen werden jedoch nicht nur aus den schulinternen Vergleichsarbeiten herangezogen, sondern auch extern erhobene Daten geben entscheidende Impulse für die Unterrichtsentwicklung – z.B. KERMIT, SCHNABEL, HSP.

Neben diesen allgemeingültigen Unterrichtsentwicklungsprozessen sind die koordinativen Prozesse in der Unterrichtsentwicklung am Kurt-Körber-Gymnasium durch folgende Entwicklungen geprägt:

  • Die konzeptionellen Überlegungen zum schulinternen Methodenrepertoire münden über zahlreiche kollegiale Austauschprozesse in einem Methodencurriculum, welches für alle Lehrkräfte eine verlässliche Richtlinie darstellt. Untrennbar mit Unterrichtsmethoden verknüpft sind digitale wie analoge Medien. Daher gilt es, Methoden- und Mediencurriculum eng miteinander zu verzahnen.
  • Die Pädagogischen Jahreskonferenzen werden zu wechselnden Schwerpunktthemen geplant, durchgeführt und ausgewertet, jedoch stets mit dem übergeordneten Ziel der schulinternen Unterrichtsentwicklung.
  • Auf der regelmäßig stattfindenden Konferenz der Didaktischen Leitungen aller Gymnasien werden zentrale Unterrichtsentwicklungsprozesse – z.B. Digitalisierung, Umsetzung der neuen Bildungspläne – von Seiten der Schulbehörde in den Mittelpunkt gestellt und diskutiert. Ergebnisse dieser Sitzungen werden selbstverständlich in schulinterne Entwicklungsprozesse integriert.
  • Für jeden schulischen Prozess gilt es, Evaluations- und Feedbackmethoden in die konzeptionellen Überlegungen einfließen zu lassen. So werden bei manchen Prozessen schulintern und extern erhobene Daten für die Auswertung herangezogen, bei anderen Projekten braucht es jedoch die stetige Umwälzung z.B. durch Feedback der Schülerschaft oder des Kollegiums.

Die Unterrichtsentwicklung stellt eine zentrale und übergeordnete Aufgabe für alle Schulen dar. Aus diesem Grund gibt es auch zahlreiche Überschneidungen zu parallel stattfinden Projekten bzw. zu anderen Koordinationen und Funktionen. Die Unterrichtsentwicklung ist daher stets als gemeinschaftlicher Prozess zu betrachten.

 

Nikolina Burmester