Portrait von Kurt A. Körber

Wie mittlerweile jedem zu Ohren gekommen sein müsste, ist unser Gymnasium in „Kurt-Körber-Gymnasium“ umbenannt worden. Ein passender Anlass, den gebürtigen Berliner zu porträtieren.

Kurt A. Körber wurde am 7. September 1909 in Berlin geboren und war ein Unternehmer im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. Körber zeigte schon früh seinen Erfindungsreichtum und meldete 1924 sein erstes Patent an, eine Sender-Ablese-Skala für Radios; es folgten über 200 weitere Patente.

So ist es nicht überraschend, dass Körber 1928 ein Studium der Elektrotechnik in Mittweida begann. 1940 wurde er Technischer Direktor der Universelle-Werke J.C. Müller in Dresden und gründete 1947 die Hauni Maschinenfabrik Körber & Co. KG in Hamburg-Bergedorf, die vor allem mit der Herstellung von Maschinen für die Fabrikation von Filterzigaretten bekannt geworden ist.

Heute verbindet man mit dem Namen Kurt A. Körber vor allen Dingen die Körber-Stiftung, die 1981 aus der Kurt-A.-Körber-Stiftung (gegründet 1959) und der Hauni-Stiftung (gegründet 1969) hervorging. Sie will mit ihren Projekten „Menschen verschiedener politischer, sozialer und kultureller Herkunft zusammenführen. Wir wollen ihnen Impulse zur individuellen Urteilsbildung geben und ihr Mitwirken an gesellschaftlicher Gestaltung fördern. Dafür bieten wir mit unseren Wettbewerben, Preisverleihungen, Gesprächskreisen, Podiumsdiskussionen und Symposien vielfältige Foren zur Erprobung und Präsentation neuer Ideen.“

Schon 1957 gründete Körber seine erste Stiftung in Hamburg zur Förderung des Wiederaufbaus des Thalia-Theaters. Er spendete immer wieder für Stiftungen im Bereich Kultur, Wissenschaft und Nachwuchsförderung und hatte an der Renovierung der Deichtorhallen zu einem Ausstellungsbau maßgeblichen Anteil.

1983 erhielt Kurt A. Körber die Medaille für die Verdienste um das Stiftungswesen des Bundesverbandes deutscher Stiftungen durch Bundespräsident Carl Carstens. Kurt A. Körber war „ein bedeutender und noch erfolgreicherer Unternehmer. Er war ein öffentlich wirkender Philanthrop [Menschenfreund] von hohem idealistischen Gemeinsinn. Und er war ein kritischer politischer Mensch, der als Bürger, als Deutscher und als Weltbürger seine Mitverantwortung stark empfunden hat. Mitverantwortung für Hamburg, für Deutschland, für den Frieden unter den Völkern und Staaten und den Frieden der Menschen mit der Natur“ (Helmut Schmidt in „Die großen Stifter“, Siedler Verlag 1997).

Text: Philip Tian (S3 – mittlerweile Ehemaliger)

Kurt A. Körber