Digitale Medien im Schulalltag –

Pädagogische Qualität kommt ohne Innovationen nicht aus

Man muss nicht erst wissenschaftliche Studien bemühen, um festzustellen, dass der Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen wesentlich durch Medien in ihren vielfältigen Erscheinungsformen geprägt wird – angefangen von den Vorabend-Serien im Fernsehen über die heiß umstrittenen Computerspiele bis zu den mobilen Mediengeräten wie Handy, Smartphones und Tablet PCs. Die Verbreitung und rasante Entwicklung digitaler Medien stellt die Schule und die Eltern vor viele Fragen:

  • Worin besteht die Faszination des jeweiligen Mediums für seine jungen Benutzer?
  • Wie verändert sich die Wahrnehmung von weißer Kreide auf grüner Tafel, wenn alles andere „multimedial“ – bunt bewegt und natürlich mit Tönen, Geräuschen und in einer fast unzumutbaren, schnellen Bildfolge – auf unsere Schülerinnen und Schüler einströmt?
  • Soll die Schule ihre Unterrichtsmethoden sukzessive an die veränderten Wahrnehmungsgewohnheiten anpassen?
  • Sind wir wirklich gefangen wie eine Mücke im Spinnennetz, wenn wir beim „Surfen im(!) Netz“ die Zeit vergessen oder das Gefühl für die Wirklichkeit in den virtuellen Welten von „Facebook & Co“?

Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, Schülerinnen und Schüler stark zu machen, damit sie unsere gegenwärtige und zukünftige, durch Medien geprägte Gesellschaft auch aktiv mitgestalten können.

Medienpädagogik ist also einerseits Thema der alltäglichen Unterrichtsgestaltung in allen Fächern, um kooperative und individuelle Lernszenarien zu unterstützen.Andererseits ist es ein Thema der Schulentwicklung, da in einem Medienentwicklungsplan die Zielsetzungen für die gesamte Schule festgelegt werden müssen.

Medienpädagogische Projekte sind eine ausgezeichnete Gelegenheit, Eltern und außerschulische Jugendeinrichtungen mit ins Boot zu holen; denn Medienpädagogik kann und darf nicht an der Schultür aufhören.

Ein ganz besonderes Projekt ist „Paducation“– Deutschlandweit das erste 1:1 iPad Projekt in der Oberstufe eines Gymnasiums. Alle Schülerinnen und Schüler des 11. und des 12. Jahrgangs sowie eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern wurden im August 2011 und im September 2012 mit einem persönlichen iPad als Lehr- und Lernwerkzeug ausgestattet.

Ziel ist es u.a. herauszufinden, wie sich das Lernen verändert, wenn das Internet im Unterricht ständig verfügbar sein kann.

Nähere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im Internet: www.paducation.eu

Auch in den Schuljahren 2013 – 2018 haben wir das Projekt „Paducation“ fortgeführt und arbeiten weiterhin intensiv mit Tablets in der Oberstufe.

Für die alltägliche Unterrichtsarbeit mit Medien stehen an unserer Schule unter anderem folgende Ausstattungen zur Verfügung:

zwei große Computerräume mit aktuellen Windows Rechnern, ein Notebookwagen mit 16 Laptops (Windows), mehrere Beamer/Notebook Kombinationen zum Präsentieren, drei portable iPad-Sätze mit je 16 Geräten für die Arbeit in jedem Klassenraum, interaktive Whiteboards bzw. fest insalltierte Beamer in ausgewählten Klassen und Fachräumen und ein flächendeckendes Wlan – Netzwerk im gesamten Schulgebäude.

C. Lenz

(Schulleiter)